Diese Küche haben meine Freundin, mein Mitbewohner und ich gemeinsam entworfen und über zwei Monate hinweg selbst gebaut.
Ausgangspunkt war ein einfaches Konstruktionsprinzip: Von uns gelötete Stahlrahmen werden mit durchlaufenden Stahlstäben zu einer Art Regal verbunden. Die hölzernen Korpusse stehen dazwischen. Beim Verspannen der Stäbe pressen sich die Rahmen gegen die Korpusse und steifen die Konstruktion aus. Die Verschraubung verbindet die einzelnen Materialien dabei nicht dauerhaft, sondern hält das System unter Spannung. Darauf liegt eine selbst gegossene Betonplatte.

Ausgangslage

Stahl, Holz und Beton entstanden zunächst unabhängig voneinander.
Drei Materialien
Die Rahmen, die Korpusse und die Betonflächen wurden getrennt gefertigt. Gebaut haben wir alles selbst, mit den Werkzeugen und Möglichkeiten, die uns zur Verfügung standen.









Verspannen statt verschrauben
Erst beim Aufbau kamen die einzelnen Teile zusammen. Die Stahlstäbe verbinden die Rahmen, nehmen die Korpusse auf und verspannen das System. So entsteht die Aussteifung, ohne die Materialien dauerhaft miteinander zu verbinden.











Für den Alltag
In die lange Arbeitsplatte ist ein Biomüllbehälter eingelassen, sodass Schnittreste direkt von der Platte hineingeschoben werden können.


Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich eine zweite Betonarbeitsfläche mit integriertem Waschbecken. Das Wasser lässt sich per Fußpedal bedienen.








Zerlegen und mitnehmen
Stahl, Holz und Beton bleiben konstruktiv klar voneinander getrennt. Die Küche lässt sich zerlegen, transportieren und an anderer Stelle wieder aufbauen.




Nach zwei Monaten stand keine provisorische Eigenbaulösung da, sondern eine Küche, die genau für unseren Alltag gemacht ist.

